Kundengruppen und B2B-Preise
Mit Kundengruppen verkaufen Sie an verschiedene Kundenkreise zu unterschiedlichen Konditionen – etwa an „Händler“ oder „Gastronomie“ mit eigenen Preisen und Nettoanzeige, während Endkunden weiter Bruttopreise sehen. Zusammen mit der USt-IdNr.-Prüfung, Zahlungszielen und individuellen Angeboten wird Ihr Shop so zum B2B-Shop.
Kundengruppen anlegen
Unter Einstellungen → Kundengruppen & Preise klicken Sie Neue Kundengruppe, geben einen Namen ein und entscheiden, ob die Gruppe Nettopreise anzeigen und berechnen (B2B) soll. Die Liste zeigt je Gruppe, wie viele Kunden ihr angehören; Name und Nettoanzeige lassen sich dort jederzeit ändern. Löschen Sie eine Gruppe, kommen ihre Kunden in die Standardgruppe und die Gruppenpreise werden entfernt.
Die Gruppe weisen Sie im Kundenprofil unter Kundengruppe zu (siehe Kunden und Kundenkonten). Kunden ohne Gruppe sind in der Standardgruppe.
Staffel- und Gruppenpreise
Im Produkt unter Preise & Varianten → Weitere Preisregeln → Staffel- & Gruppenpreise legen Sie pro Variante Stückpreise ab einer Menge fest – etwa „ab 10 Stück 11,00 €“. Jede Zeile gilt für Alle Kunden oder nur für eine Kundengruppe. Hat eine Gruppe eigene Preise, gelten für sie nur diese; ein Gruppenpreis ab 1 Stück ersetzt so den normalen Preis für diese Gruppe. Der Shop zeigt die Staffeln auf der Produktseite und rechnet sie im Warenkorb (siehe Varianten und Optionen).
Nettopreise für Firmenkunden
Ist bei einer Gruppe die Nettoanzeige eingeschaltet, sehen ihre Kunden alle Preise zzgl. MwSt. und bestellen netto – die Umsatzsteuer kommt im Warenkorb dazu und steht korrekt auf der Rechnung. Endkunden sehen weiterhin Bruttopreise.
Kundengruppen in Regeln
In Regeln ist die Kundengruppe eine Bedingung (ebenso „Kunden-Tag“ oder „Kunde angemeldet“). So bieten Sie z. B. Rabatte, Versandarten oder Zahlarten nur für Händler an oder verlangen für eine Gruppe einen Mindestbestellwert.
B2B im Checkout
- USt-IdNr.: Firmenkunden geben ihre USt-IdNr. in der Kasse an („optional, für Unternehmen“). Nummern aus anderen EU-Staaten prüft der Shop direkt bei der EU (VIES) – mit Ihrer eigenen USt-IdNr. als Anfragender. Nur bei bestätigter Nummer wird steuerfrei abgerechnet (Reverse Charge); das Ergebnis steht mit Konsultationsnummer als Nachweis in der Bestellung. Was passiert, wenn VIES nicht erreichbar ist, legen Sie unter Einstellungen → Steuern fest (siehe Steuern und OSS).
- Eigene Bestellnummer: Kunden können ihre Bestellnummer angeben („erscheint auf der Rechnung“). Sie steht an der Bestellung, auf der Rechnung und in der E-Rechnung als Käuferreferenz.
Zahlungsziel und Steuerbefreiung pro Kunde
Im Kundenprofil unter Umsatzsteuer & Zahlungsziel:
- Zahlungsziel (Tage): Mit einem Zahlungsziel, z. B. 30 Tage, kann der Kunde angemeldet immer auf Rechnung kaufen – fällig nach diesen Tagen, unabhängig von den allgemeinen Grenzen für den Rechnungskauf unter Zahlungsarten.
- Steuerbefreit (Nachweis liegt vor): etwa für diplomatische Vertretungen. Bestellungen dieses Kunden werden ohne Umsatzsteuer berechnet; die Rechnung nennt die Befreiung und Ihren Hinweis (z. B. die Nummer der Bescheinigung).
Angebote und individuelle Rechnungen
Für Vorgänge außerhalb des Katalogs – freie Positionen, Stundensätze, Zuschläge, Reverse Charge oder steuerfreie Ausfuhr, Leistungszeitraum – nutzen Sie individuelle Entwürfe mit Angebot, Rechnung sowie Anzahlungs- und Schlussrechnung (siehe Entwürfe und Angebote).